Baunscheidtieren

Die Baunscheid-Therpie geriet nach grossen Erfolgen aber auch zahlreichen unseriösen Anwendungen anfangs 20. Jahrhunderts zunehmend in Vergessenheit.


Beim Baunscheidtieren werden kleine, spitze Nadeln in das zu behandelnde Areal gestochen. Durch erreichen der einzelnen Hautschichten werden Strukturen angesprochen, die Reize weiterleiten ohne zu Bluten. Die individuelle Hautbeschaffenheit des Patienten gibt mir die Applikationstiefe der Nadelung vor. Es können alle Schmerzhaften des Körpers, an denen Muskel oder Fettgewebe sitzt, behandelt werden.

 
Durch Einwirken des Baunscheidtöls, einem hautreizenden Öl, das man auf die aufgeritzte Haut reibt, entsteht eine Hautrötung, die in Form von kleinen Pusteln zu sehen ist.
Nach wenigen Stunden klingt diese Hautrötung wieder ab, ohne Narben zu hinterlassen.

 
Man behandelt die Reflexzonen der erkrankten Organe auf der Haut. Aber auch entlang von Nervenbahnen werden Reize gesetzt. Durch die Behandlung soll der Organismus angeregt werden, seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

 
Das Lymphsystem soll ebenfalls aktiviert und die Durchblutung und somit auch der Stoffwechsel gesteigert werden.